Sandy Green

BuiltWithNOF
Lyrik

Ins Licht

Glänzende Träume
verborgen
in sandigen Händen
Während sich ferne Rufe
segelnder Engel
mit dem Raunen der
Unendlichkeit vereinen
Salziger Atemhauch
umschließt Leben
durchweht Seelen
trägt zärtliche Wünsche
ins aufgehende
Licht
                
© Sandy Green

Unschuld

Fülle den Bauch
des Wolfes
mit Angst
so wird er
im Brunnen
versinken
Wie unschuldig
sind die
sieben Geislein
in Wirklichkeit?

            © Sandy Green

Lebensnacht

Du hast ein dunkles Märchen mir geschenkt
Seitdem ist meine Seele mir gebrochen
Du hast mich ausgebeint, all meine Knochen
Ich musst untergehn
gleich einem Schiff versenkt

Und in den Nächten möcht ich ziehen
Dann brütet in mir zitternd Leben
Ich möchte lieben, lachen, nehmen, geben
den bangen Träumen
und alles fliehen, fliehen, fliehen

            © Sandy Green

Die Schrift

Die Schrift an der Wand bleibt unsichtbar
die tiefe Wahrheit erkennt nur der Gerade
Erinnerung an Menschlichkeit
Die alten Herren lauern
ihre Stimmen schreien nach Vergeltung
wie die Geier kreisen sie
sich an den Schwachen fettzufressen
Die glatten Gesichter glänzend
vom Blut der Unschuldigen
zeigen sie der Welt ihre weiße Weste
Wer erkennt die Schrift an der Wand?

                     © Sandy Green

Nackte Seelen

Hinter Zäunen gabs ein Leben
und die Sehnsucht kehrt zurück
wohin die Gedanken schweben
doch versiegelt ist das Glück

Dort die Vögel singen Lieder
doch sie singen nicht für mich
hell die Sonne strahlt hernieder
und im Zaun bricht sich ihr Licht

Viele gehen auf die Reise
in ein fernes, freies Land
Nackte Seelen sterben leise
da - der Tod reicht mir die Hand

              © Sandy Green

Suche

Verschleiert
die Welt
Einsame schwebende Stille
Suche nach dem Horizont
Vergeblich

               © Sandy Green

Der Gast

Das Leben sitzt gebeugt
am Erdentische
rührt traurig
in der Schicksalstasse
Lang schon ist der Hass zu Gast
vertilgt die Glückskekse
Was bleibt
ist zerkrümelte Hoffnung

Als es dunkel wird
geht er
um dem Tod die Tür zu öffnen

            © Sandy Green

Irrtum

Ich genoss die Wärme
und glaubte
ich liebte das Feuer

Langsam
brannte es nieder
und ich ging
um die Sonne zu finden

          © Sandy Green
           

Lebenszeit

Es lässt die Zeit mich nicht zu Atem kommen
Sie kommt und geht, nimmt mit mein teures Leben
ja Stund um Stund hat sie es mir genommen
konnt meinen Geist mit ihrem Netz umweben

Erst spät merk ich wie schnell die Zeit vergangen
und was vorbei, das lässt sich nicht mehr fassen
Es scheint, als wär die ganze Welt gefangen
würd Stund um Stund zum Tode hin entlassen

Der Geist will sich befreien von den Ketten
denn meine Seele kennt die Ewigkeiten
Wenn ich mich einst zur letzten Ruh muss betten
wird ich den Fesseln sanft und still entgleiten

Mein Fleisch und Blut wird mit der Zeit vergehen
die Seele darf die Ewigkeiten sehen

          © Sandy Green

Mehr Gedichte

             

[Eingang] [Die Autorin] [Die Autorin] [Aktuelles] [Veröffentlichungen] [Textproben] [Lesungen] [Medienstimmen] [Bildergalerie] [Die Künstlerin] [Kontakt] [Gästebuch] [Links] [Rechtliche Hinweise]